Das Projekt „Ein Campus – Ein Buch“ lädt zum Nachdenken und Diskutieren über das Buch „Sapiens – Der Aufstieg“ von Yuval Noah Harari ein. Darin geht es um die Grundfragen der Menschheit: Welche Fähigkeiten verschafften dem Homo Sapiens seinen Evolutionsvorteil und wie hat er es erreicht, die einflussreichste Spezies auf dem Globus zu sein? Was bedeutet das für die Zukunft unserer Erde? Und welche Schuld bzw. Verantwortung tragen wir alle für den Status Quo unseres Planeten? Setzt euch in mehreren Veranstaltungen und unserer Leseecke mit dem Buch „Sapiens – Der Aufstieg“ auseinander und holt euch das Buch bzw. eBook über den Regensburg Katalog der Bibliotheken!

Veranstaltungsprogramm

Sapiens-Leseecke

04.11. und 17.11.2021 | 12 – 14 Uhr im Mensa-Foyer der OTH Regensburg

09.11. und 24.11.2021 | 12 – 14 Uhr im Audimax-Foyer der Universität Regensburg

Workshop „Kritische Konsumbetrachtung“

Verschoben auf Januar!
vom Arbeitskreis Ökologie

Gemeinsam mit den Teilnehmenden und einer Person mit Expertise in regionaler Ernährung und/oder Lebensmittelerzeugung und/oder der Entwicklung der menschlichen Ernährungsweise informieren wir und erproben gemeinsam (vegane) Rezepte.

Workshop „Anstoß für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung“

24.11.2021 | 16:15 – 17:45 Uhr in PT2.0.10 (Lernwerkstatt Grundschulpädagogik)
Prof. Dr. Gößinger (Universität Regensburg)

Durch die Begegnung mit Teilen der Grafiknovelle sollen sich die Teilnehmer*innen mit den epochaltypischen Schlüsselproblemen (Klafki 1992) auseinandersetzen und diese Themen in eine BNE im Grundschulbereich übertragen.

Ausstellung „Die anderen Tiere“

19.11. – 17.12.2021 im W1 – Zentrum für Junge Kultur Regensburg (Weingasse 1)
vom Netzwerk Nachhaltigkeit

Die Ausstellung „Die anderen Tiere“ stellt auf sachlich-informative Weise Praktiken in der Tierindustrie dar, um auf Basis der eigenen Wahrnehmung der Besucher*innen spür- und erfahrbar zu machen, welche Problematiken in der Tierhaltung aktuell gängig sind, aber oft verschleiert werden. Dazu gehören die Folgen der Tierindustrie auf das Klima, die Umwelt, aber auch soziale und globale Ungerechtigkeiten, an die man oftmals an erster Stelle nicht denkt. Und umso wichtiger: Durch die Ausstellung soll Platz für den Austausch von Ideen und Denkanstößen geschaffen werden. Sie zeigt Handlungsoptionen auf, um einen Weg aus den ausbeuterischen, klimaschädlichen und unmoralischen Mechanismen der Tierindustrie zu finden und die Absurdität des Normalen zu hinterfragen.

Podiumsdiskussion „Europas koloniales Erbe: Verantwortung und Schuld in Afrika“

30.11.2021 | 19 – 21 Uhr Hybrid: Präsenz, zusätzlicher LiveStream und Online-Beteiligung
von Junges Europa e.V.

500 Jahre Ausbeutung in Afrika. Welche Schuld und Verantwortung tragen wir Europäer*innen? Der europäische Kolonialismus prägt den Kontinent bis heute. Die Frage nach alter und andauernder Schuld ist eine, die sich nicht eindeutig klären lässt. Wie weit geht europäische Verantwortung und wie sieht sie aus? KannWiedergutmachung auf Augenhöhe stattfinden, wenn wir überwiegend unseren eigenen Nutzen im Blick haben?Gemeinsam mit Expert*innen soll das Publikum in Präsenz und digital über Schuld, Verantwortung und Zukunft europäischer Afrikapolitik diskutieren. Geplant ist keine klassische Podiumsdiskussion, sondern ein offenes Gespräch mit dem Publikum nach einer Einführung der Expert*innen.

Zum Projekt „Ein Campus – Ein Buch“

Eine gemeinsame Bewerbung von Universität und OTH Regensburg für das vom Stifterverband und der Klaus Tschira Stiftung ausgeschriebene Programm „Eine Uni – Ein Buch“ ist als eine der deutschlandweit zehn besten Projektideen ausgezeichnet und für eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro ausgewählt worden. Das Programm soll den hochschulinternen Dialog über ein gemeinsames Thema – ein Buch – fördern. Die Regensburger Initiative geht noch weiter und hat die ursprüngliche Projektidee zu „Ein Campus – Ein Buch“ weiterentwickelt, damit der Austausch nicht nur hochschulintern, sondern auch hochschulübergreifend, zwischen Universität und OTH stattfinden kann. Diskussionsgrundlage wird „Sapiens – der Aufstieg“ sein, ein Buch, in dem der israelische Historiker Yuval Noah Harari die Thesen seines Bestsellers „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ in eine Graphic Novel überführt, die sich den komplexen Themen des Sachbuchs mit viel Witz und leichtfüßiger Anschaulichkeit annähert.  

Hinter „Ein Campus – Ein Buch“ stehen das Green Office der OTH Regensburg, das Büro für Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit und die campusübergreifende studentische Initiative „Netzwerk Nachhaltigkeit“. In einem ersten Schritt wird das ausgewählte Buch „Sapiens – der Aufstieg“ in größerer Stückzahl für die Bibliotheken von UR und OTH beschafft, anschließend geht es an die Planung und Koordination von Veranstaltungsformaten wie Vorträgen, Diskussionen oder Workshops für die kommenden Semester. Inhaltlich wird es dabei um Themen wie die – womöglich gescheiterte – Anpassung des Menschen an Umwelteinflüsse, Sprache als Instrument zur gesellschaftlichen Veränderung, Genmutationen, Migration oder das Verhalten des Menschen angesichts der Klimakrise gehen. Die bislang entwickelten Ideen reichen von Poetry-Slams, Ausstellungen und Theateraufführungen bis hin zu einer inszenierten Gerichtsverhandlung, bei der Homo Sapiens auf der Anklagebank sitzt.

Der Aufruf zur Teilnahme richtet sich an alle, die Lust haben, sich den großen Fragen unserer Spezies zu stellen: Sei es in Form der persönlichen Beschäftigung mit den Inhalten der Graphic Novel oder der Initiation einer thematisch passenden Veranstaltung. Ob Doktorand:in oder Erstsemester, Verwaltungsmitarbeiter:in oder Präsidiumsmitglied, Geistes- oder Naturwissenschaftler:in, jede und jeder ist herzlich zum Austausch eingeladen. Interessenten werden gebeten, sich an das Green Office der OTH Regensburg unter der E-Mail-Adresse nachhaltigkeit@oth-regensburg.de zu wenden.

Über das Programm „Eine Uni – Ein Buch“

Das Programm „Eine Uni – Ein Buch“ wird seit 2017 jährlich vom Stifterverband und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag ausgeschrieben. Dabei können sich Hochschulen mit einem Buch ihrer Wahl bewerben, über das ein Semester lang debattiert, philosophiert und reflektiert werden soll. Neben einem zweiminütigen Bewerbungsvideo arbeiten die Bewerber:innen ein stichhaltiges Konzept aus, in dem sie aufzeigen, wie sie sich hochschulweit ein Semester mit dem gewählten Buch auseinandersetzen wollen.


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